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31.05.2011, 13:11 Uhr
Evangelische Laien zum Kirchentag in Dresden - EAK setzt sich ein für Laien auf sächsischen Kanzeln
In den kommenden Tagen treffen sich über 100.000 evangelische Christen aus der ganzen Bundesrepublik zum 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dresden. "Was wir hier in Dresden auf den Straßen und Plätzen sehen werden, ist das enorme Potential, das in der Gemeischaft der evangelischen Christen in unserem Land steckt" sagt Hans Beck, Landesvorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises der CDU Sachsen.
"Die Menschen, die hierher kommen, interessieren sich für die Probleme in unseren Kirchen und in unserem Land. Kirchentag ist daher wie das Fallen eines Samenkorns auf fruchtbaren Boden." fügt Beck hinzu. Hilfestellung zu geben, dass ein Samen auch auf dem richtigen Acker
 landet, sei dabei Aufgabe vieler gesellschaftlichen Akteure. Der Evangelische Arbeitskreis setzt sich aus diesem Grund dafür ein, dass engagierte Christen, die mit beiden Beinen im Leben stehen, den Weg auf die Kanzeln in sächsischen Kirchen finden. "Dass Gläubige von Ihrem
Glauben berichten und im Gottesdienst Bibelstellen auslegen, ist durchaus im Sinne Martin Luthers", sagt Beck mit Blick auf das "Priestertum aller Gläubigen", das der Reformator vertrat. Zudem sei das Predigen von evangelischen Laien nah am Leben der Gemeinden und wirke unterstützend in der evangelischen Landeskirche, in der die Personaldecke immer dünner werde. "Leipzig könnte dabei als Vorbild dienen", sagt Bundestagsabgeordneter Dr. Thomas Feist. "Am 6. Februar dieses Jahres predigten Laien in den Kirchen der Stadt. Das kann ein Modell für die ganze Kirche werden" weiß Dr. Feist, der bei dieser Aktion auch den Leipziger Superintenenten Martin Henker hinter sich weiß. "Wir werden uns nach dem Kirchentag beim Bischof für ein solches Modell einsetzen" fügt EAK- Landesvorstandsmitglied Feist hinzu. "Ein solch regelmäßiger "Laien-Dienst" in der Kirche sei auch ein gutes Zeichen für eine Mitmach-Kultur in der Gesellschaft. Davon könnten dann sogar Verwaltungen und Parteien in unserem Land noch lernen."