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16.11.2010, 13:16 Uhr
EAK kritisiert FDP-Vorschlag zur Abschaffung des Buß- und Bettages
Dresden. Der Evangelische Arbeitskreis (EAK) der CDU Sachsen kritisiert den Vorschlag des FDP-Fraktionsvorsitzenden Holger Zastrow, den Buß- und Bettag abzuschaffen. "Es wäre ein schlechtes Zeichen für die Erfolgsgeschichte des Freistaat Sachsen, wenn wir diesen Feiertagtag opferten" sagte EAK-Landesvorsitzender Hans Beck am Dienstag. "Ich kann absolut nicht erkennen" nannte er zur Begründung, "warum dieser Feiertag heute weniger aktuell sein soll, als bei dessen absichtlicher Beibehaltung 1995". In unserer immer kurzlebigeren Welt sei das Anliegen des Buß- und Bettages, zum Nachdenken über unsere menschlichen Vollzüge zu kommen, ein zeitgemäßes und wünschenswertes.
"Der Tag steht letztendlich auch als Symbol dafür, dass wirklicher Erfolg und innere Einkehr einander bedingen. Der Freistaat Sachsen setzt seit 15 Jahren als einziges Bundesland auf diesen besonderen Feiertag, und spielt dennoch in vielen Feldern ganz vorn mit. Das ist doch ein gutes Zeichen! Dauerhafter Erfolg braucht eine Reflektion darüber, wie alles Gute zustande kommt." Der Buß- und Bettag sei eine Einladung dazu, die sich an alle Menschen in unserem Land richtet.
 
Zudem hält Beck den FDP-Vorstoß für blanken Populismus: "Wir haben schon auf diesen Vorschlag gewartet. Als nächstes wird kommen, dass sich die FDP für eine Wiederholung des Weihnachtsfestes im Sommerloch einsetzt, um den Konsum anzuregen. Diese FDP-Politik verkennt mit der Aktion zum Buß- und Bettag nicht nur geschichtlich die Tatsachen. Sie ist auch ideenlos und geht vollkommen an der Lebenswelt der Menschen vorbei. Erfolgreiche Wirtschaftspolitik sah in Sachsen immer anders aus."